Bärlauch in Horben bei Freiburg

Die Bärlauch-Saison ist da! Tipps zum Sammeln und 3 leckere Rezepte

Wenn im März die ersten warmen Tage angebrochen sind und ein Knoblauchduft durch die Wälder wabert, ist es wieder soweit: die Bärlauch-Saison hat angefangen! Wir geben dir viel Wissen über den Knoblauch der Wälder mit, sagen dir, worauf du beim Sammeln achten musst und haben tolle Rezepte zusammengestellt.

Wo finde ich ihn und was steckt drin?

Bärlauch ist ein seit Jahrhunderten geschätztes Wildgemüse und wird wegen des penetranten Geruchs auch Waldknoblauch genannt. Er wächst vor allem in schattigen, feuchten Walgebieten, zum Beispiel entlang eines Baches. Sofern es Naturschutz und Sicherheit zulassen, musst du also ein wenig abseits des Waldweges nach dem Wildgemüse suchen.

Frischer Bärlauch beinhaltet viele Vitalstoffe sowie Mineralien. 100 Gramm Bärlauch deckt locker den täglichen Bedarf an Vitamin C ab und ist ein guter Lieferant für Vitamin A. Außerdem ist Bärlauch reich an Eisen, Kalium, Vitamin B1, B6 und Magnesium.

Dem Wildgemüse wird auch eine heilende Wirkung nachgesagt. Aufgrund der enthaltenen Nährstoffe soll Bärlauch gesundheitsfördernd sein und sich positiv auf Heilungsprozesse auswirken. Auch wirkt er antibakteriell, entgiftend und entzündungshemmend.

Achtung, Verwechslungsgefahr!

Bei der Bärlauch-Ernte sollte man immer genau hinschauen und ordentlich riechen. Denn: es gibt giftige Doppelgänger! Vor allem Maiglöckchen und Herbstzeitlose werden mit dem Bärlauch verwechselt. Achte deshalb darauf, dass die Blätter beim Reiben einen starken Knoblauchduft verströmen.

Ein weiterer Unterschied zu seinen Doppelgänger kannst du an den Blättern erkennen. Bärlauch hat weiche Blätter und eine matte Unterseite. Maiglöckchen und Herbstzeitlose sind glänzend. Außerdem wächst Bärlauch aus einem einzelnen Stängel aus dem Boden. Bei Maiglöckchen sind es immer zwei Blätter, bei Herbstzeitlose wachsen alle Blätter aus einem einzelnen Kelch.

Falls du dir unsicher bist, gilt wie immer: Finger weg. Und falls es einen Verdacht auf eine Vergiftung gibt, findest du hier die Nummern der Giftnotrufzentrale in deiner Nähe.

Wie ernte ich den Bärlauch richtig?

Wir empfehlen, dass die Blätter des Bärlauchs vor dem Blühen – also von März bis Ende April – geerntet werden. Je später man mit dem Ernten anfängt, desto faseriger und geschmackloser werden die Blätter. Keine Angst: selbst wenn die Wildpflanze schon blühen sollte, sind die Blätter immer noch unbedenklich genießbar. Du solltest aber dabei bedenken, dass die blühende Pflanze sich in der Vermehrungsphase befindet…

Wichtig ist auch, dass du beim Ernten nicht die Wurzel herausreißt und nicht alle Blätter einer Pflanze mitnimmst. Nur so kann die Wildpflanze auch nächstes Jahr wieder treiben. Falls du auf Nummer sicher gehen willst, ist das Anpflanzen im eigenen Garten oder Balkon ebenfalls möglich. Eine Anleitung dazu haben wir bei Plantura gefunden.

Selbstgemachtes veganes Bärluach-Pesto

Rezept: Veganes Bärlauch-Pesto

Das brauchst du für zwei Personen:
  • 70 g Bärlauch
  • 25 g Sonnenblumenkerne
  • 150 ml Sonnenblumenöl
  • 1 Teelöffel Salz

Um das Pesto so lange wie möglich haltbar zu machen, sollte der Bärlauch trocken sein. Den Bärlauch grob zerkleinern und zusammen mit den Kernen und dem Öl in ein hochwandiges Gefäß geben. Mit einem Stabmixer alles ordentlich zerkleinern, bis du eine cremige Masse vorfindest. Mit Salz würzen und nochmal kurz pürieren. Das Pesto einige Minuten ruhen lassen. Das Pesto in ein Schraubglas füllen und mit Sonnenblumenöl auffüllen. Deckel zu und fertig! Im Kühlschrank sollte das Pesto bis zu 3 Monaten haltbar sein. Noch länger wäre das selbstgemachte Pesto haltbar, wenn du erst kurz vor der Verwendung die Nüsse hinzugibst.

Natürlich kannst du auch Pinienkerne und Olivenöl nutzen. Wir haben uns aber für die Sonnenblumen-Variante entschieden, da diese den besten ökologischen Fußabdruck haben.

Rezept: Bärlauch-Salz

Das brauchst du:
  • 100g Bärlauch
  • 350-400g Meersalz

Den frischen Bärlauch in feine Stücke hacken, auf einem Blech verteilen und das Salz gleichmäßig darüber streuen. Einige Minuten lang kräftig kneten. Dadurch wird der Pflanzensaft und dessen Inhaltsstoffe freigesetzt und mischen sich mit dem Salz. Das Blech bei 80 Grad im Backofen (Heißluft) so lange „dörren“, bis die Blätter sich einfach zerbröseln lassen. Fertig. Wem die Mischung noch zu grob ist, kann es nochmal mit einem Mixer zermahlen.

Wenn was übrig bleibt: Bärlauch-Cubes (Geheimtipp)

Für den Geheimtipp brauchst du nur eine Eiswürfelform und deinen übrig gebliebenen Bärlauch. Die Blätter in ein hochwandiges Gefäß mit einem Schuss Wasser geben. Mit einem Stabmixer ordentlich pürieren, die Creme in die Eiswürfelform füllen und ins Gefrierfach legen. So hast du jederzeit etwas vom Waldknoblauch übrig.

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